Rechnungsprogramme für Elektriker im Vergleich: welche Lösung passt zu eurem Elektrobetrieb?

Der Auftrag ist erledigt, doch im Büro geht die Arbeit weiter: Stunden zusammentragen, verbautes Material zuordnen, Preise nachschlagen. Bei einem kleinen Reparatureinsatz ist das noch überschaubar. Beim Zählerschrankumbau mit Dutzenden Materialpositionen oder einer Baustelle mit mehreren Abschlägen kostet es schnell einen guten Teil des Feierabends. Ein Rechnungsprogramm für Elektriker sollte euch genau diese Arbeit abnehmen. Wie viel Software ihr dafür braucht, hängt allerdings von eurem Betrieb ab. Wir vergleichen deshalb Rechnungsprogramme für das Elektrohandwerk mit Großhandelsanbindung ebenso wie schlanke Einstiegspakete der Branchensoftware und allgemeine Faktura-Software. Letztere bietet weniger Elektrofunktionen, ist dafür aber oft deutlich günstiger.

Rechnungsprogramme für Elektriker im Vergleich

Den Anfang machen Programme, bei denen ihr ein Angebot, einen Auftrag oder einen Arbeitsbericht zur Rechnung weiterverarbeitet. In die Tabelle haben wir diejenigen Anbieter aufgenommen, die unseren Fragenkatalog für Elektrobetriebe beantwortet haben und deren Software Rechnungen schreiben kann. Ihre Interviewantworten haben wir im Oktober 2026 mit den aktuellen Produkt- und Preisseiten abgeglichen. Bei Abweichungen haben wir den neueren Stand der Website übernommen. Grundlage sind also Herstellerangaben; selbst getestet haben wir die Programme nicht. Weitere Branchenlösungen und allgemeine Rechnungsprogramme findet ihr weiter unten bei den Anbietern im Detail.

Damit sich die Einstiegspreise vergleichen lassen, nennen wir jeweils das günstigste Paket mit Rechnungsfunktion. Für euren Alltag kann allerdings ein größeres Paket nötig sein: Abschlagsrechnungen, Großhandelsanbindung oder Bankabgleich sind nicht überall schon enthalten. Solche Einschränkungen stehen direkt beim Preis. Alle Beträge sind Nettopreise, mit vier Ausnahmen: Bei OfficeOn, ToolTime, Excellent P.2 und kwp-bnWin.net bleibt offen, ob die genannten Preise netto oder brutto gelten.

Auf dem Handy lässt sich die Tabelle im Querformat deutlich besser lesen.

SoftwareRechnung und E-RechnungGroßhandel, Material und Weg zur RechnungEinstieg mit Rechnungsfunktion
Stand 10/2026
Das Programm• Abschlags-, Teil-, kumulierte und Schlussrechnung, Gutschrift
• Steuerschuldumkehr und Sicherheitseinbehalt
• ZUGFeRD automatisch im PDF, XRechnung per Knopfdruck
• IDS-Connect und SIRADOS, DATANORM-Import durch den Hersteller
• Bürgele-Montagezeiten aus der DATANORM-Datei
• Rechnung direkt aus dem Arbeitsbericht
• Basis 39,90 Euro je Büronutzer und Monat, monatlich kündbar
• Bankabgleich erst im Paket Pro für 49,90 Euro
dashandwerk.net• Abschlag pauschal, Teilrechnung nach Menge, Rest als Schlussrechnung
• Sammelrechnung, Gutschrift
• jede Rechnung im ZUGFeRD-Format
• IDS Connect, DATANORM, UGL
• Kupferzuschlag wird aus den Materialpositionen automatisch berechnet
• Daueraufträge erzeugen zum Termin neue Aufträge
• 35 Euro je Büronutzer und Monat, Zugang für Monteure kostenlos, monatlich kündbar
• Bankabruf und UGL je 8 Euro im Monat extra (Preisliste Stand 2024)
Edison• Rechnung und Gutschrift im Grundmodul
• Abschlags-, Teil- und Schlussrechnung im Modul Teilrechnungen
• ZUGFeRD-Export im Grundmodul
• DATANORM mit NE-Metall-Gewichten, Eldanorm, UGL, IDS und OCI
• tagesaktuelle Kupfernotierung in der Kalkulation
• Notdienst nach Aufwand ohne vorheriges Angebot
• Grundmodul 880 Euro einmalig oder 24,44 Euro im Monat (Null-Prozent-Leasing, 36 Monate)
• Teilrechnungen 410 Euro, Großhandels-Schnittstellenpaket 490 Euro
Excellent P.2• Abschlags-, Teil- und Sammelrechnung, Mahnwesen
• Teilrechnungen mit Aufmaß, auch nachträglich änderbar
• ZUGFeRD und XRechnung erstellen und einlesen
• IDS, DATANORM, UGL, Open Masterdata
• Kalkulationsdaten des ZVEH für Innungsmitglieder
• individuelles Angebot, Preisbeispiel 75 bis 95 Euro je Mitarbeiter und Monat bei 1 bis 3 Mitarbeitern
• Mindestlaufzeit 1 Jahr
HERO• Teil-, Abschlags-, kumulierte und Schlussrechnung
• ZUGFeRD mit XRechnung als Anhang
• Rechnung auch in der App
• DATANORM, IDS Connect, UGL, genannt werden Sonepar und Würth
• mobile Rapportzettel für Regiearbeiten
• HERO Select 69 Euro im Monat im Jahresvertrag, 79 Euro bei monatlicher Zahlung, 1 Lizenz inklusive
• Zahlungsabgleich erst ab HERO OS für 119 Euro
kwp-bnWin.net• im Einstieg REGIE Einzel- und Sammelrechnung, Mahnung, offene Posten
• Abschlags-, Teil- und Schlussrechnung ab BASIS
• XRechnung und ZUGFeRD ab der kleinsten Ausbaustufe
• DATANORM 3.0, 4.0 und 5.0, ELDANORM, UGL, IDS und OCI schon in REGIE
• Modul Wartungswesen für Wartungsverträge und E-Checks
• REGIE ab 900 Euro Kauf inklusive Einweisung und Einrichtung
• Paket Handwerksmeister 2.0 im Mietkauf unter 50 Euro im Monat
LC-TOP• Paket Light für Angebote und Rechnungen mit Abschlägen und Einbehalten
• ZUGFeRD im Schnittstellenpaket Basic, XRechnung als Add-on
• DATANORM 4.0 und 5.0, IDS, OCI, UGL, ZVEH-Daten (nicht im Paket Light)
• Rohstoffnotierungen in der Kalkulation
• Kauf plus monatlicher Servicebetrag, Preis auf Anfrage
• Light ohne DATANORM, IDS, E-Rechnung und DATEV
Meisterwerk• Teil-, Abschlags- und Schlussrechnung, Storno, Gutschrift
• XRechnung als XML-Anhang
• DATANORM- und GAEB-Import
• Zeiten und Material aus dem Auftrag per Klick in die Rechnung
• Basispaket 59 Euro plus Modul Angebote und Rechnungen 25 Euro = 84 Euro im Monat im Jahresabo (103 Euro monatlich)
• 3 Nutzer, keine Einrichtungsgebühr
OfficeOn• Teil-, Abschlags- und Schlussrechnung, Sammelrechnung für Serviceaufträge
• ZUGFeRD und XRechnung erstellen und einlesen
• DATANORM und IDS-Connect, auch mehrere Großhändler, alle Schnittstellen inklusive
• Rechnung aus digitalen Stundenzetteln
• Büro-Lizenz 49,99 Euro je Nutzer und Monat bei 24 Monaten, 59,99 Euro bei 12, 64,99 Euro bei 6 Monaten
• alle Funktionen inklusive
OPTIMUS• Rechnung, Abschlags-, Teil- und Endrechnung, Teilrechnung per Aufmaß
• Wartungsrechnung mit Messdaten
• ZUGFeRD und XRechnung
• DATANORM und UGL
• IDS und OCI für die Lieferanten-Shops gegen Aufpreis
• NE-Metall-Kosten als Kalkulationsbestandteil
• Version XS ab 59 bzw. 69 Euro im Monat oder 1.790 Euro Kauf
• 6 Monate Mindestlaufzeit
STREIT• Abschlags-, Teil-, Schluss- und Sammelrechnung, Gutschrift
• ZUGFeRD und XRechnung senden und empfangen
• DATANORM, IDS, UGL, Open Masterdata, OCI, Eldanorm
• über 72.000 vorformulierte Artikel und Leistungen
• Unterschrift vor Ort in der App Monteur+
• Mietmodell mit allen Modulen, Preis auf Anfrage, Apps extra
• Existenzgründer ein Jahr mietfrei
ToolTime• Abschlags-, Teil- und Schlussrechnung, Gutschrift
• mehrere Termine in einer Rechnung
• ZUGFeRD und XRechnung
• DATANORM (den Upload übernimmt ToolTime), IDS-Connect
• digitaler Arbeitsschein vom Einsatzort ins Büro
• SOLO 79 Euro im Monat bei Jahreszahlung (im ersten Jahr 69 Euro), 89 Euro monatlich, 12 Monate Laufzeit
• DATEV 19 Euro im Monat extra

Alle Funktionen, Pakete und Preise der Elektrikersoftware, also auch Planung, Zeiterfassung und Lager, findet ihr in unserer Gesamtübersicht.

Reicht ein allgemeines Rechnungsprogramm, oder braucht ihr Elektrikersoftware?

Wenn ihr vor allem Rechnungen schreiben möchtet, braucht ihr dafür nicht automatisch eine Plantafel, ein Lager und eine Nachkalkulation. Allgemeine Rechnungsprogramme und einfache Faktura-Software beginnen bei rund 10 Euro im Monat oder rund 150 Euro als Kaufversion. Angebote, Rechnungen und E-Rechnungen lassen sich damit bereits erstellen. Bei Elektrikersoftware liegen die meisten Einstiegspakete mit Rechnungsfunktion zwischen 35 und 85 Euro monatlich. Ob sich der Mehrpreis lohnt, entscheidet sich meist schon vor dem Öffnen der Rechnung: Woher kommen eure Materialpreise? Wie erfasst ihr Stunden und Material auf der Baustelle? Und wie gelangen diese Angaben anschließend ins Büro?

Rechnet ihr überwiegend Festpreise ab und taucht Material nur gelegentlich oder als Pauschale auf, kommt ihr meist mit einem allgemeinen Programm aus. Anders sieht es aus, wenn ihr regelmäßig Großhandelspreise übernehmt, eure Monteure Stunden und Material vor Ort erfassen oder Wartungsverträge abrechnet. Hier kann Branchensoftware viel Übertragungsarbeit sparen. Trotzdem lohnt auch bei günstigen allgemeinen Programmen ein Blick in die Tarifdetails. Abschlags- und Schlussrechnungen sind teilweise erst im größeren Paket enthalten. Bei Lexware Office etwa bekommt ihr Abschlagsrechnungen und Rechnungen nach § 13b UStG erst mit XL für 32,90 Euro im Monat; das Einstiegspaket kostet 12,90 Euro.

Ein allgemeines Rechnungsprogramm reicht meist, wenn …

  • ihr allein oder mit ein, zwei Leuten arbeitet und die Rechnungen selbst schreibt,
  • überwiegend Festpreise oder Pauschalen an Privatkunden abgerechnet werden,
  • Material nur in wenigen Positionen auftaucht, die ihr auch von Hand eintragen könnt,
  • Abschlagsrechnungen die Ausnahme sind.

Elektrikersoftware lohnt sich, wenn …

  • ihr Material regelmäßig mit aktuellen Großhandelspreisen per DATANORM oder IDS übernehmt,
  • Monteure Stunden, Material und Unterschrift vor Ort erfassen und daraus die Rechnung entstehen soll,
  • Baustellen mit Abschlägen und Schlussrechnung laufen,
  • Wartungsverträge und wiederkehrende Prüfungen abgerechnet werden.

Ihr müsst euch dabei nicht zwischen einem einfachen Rechnungsprogramm und einer großen Komplettlösung entscheiden. Einige Branchenanbieter haben schlanke Einstiegspakete, die bereits den Großhandel anbinden. dashandwerk.net kostet beispielsweise 35 Euro je Büronutzer und Monat; Monteure arbeiten kostenlos mit, und ihr könnt monatlich kündigen. Bei Das Programm umfasst das Basis-Paket für 39,90 Euro bereits Abschlags- bis Schlussrechnungen, ebenfalls ohne lange Vertragsbindung. IDS ist bei beiden im Grundpreis enthalten. Braucht ihr später weitere Funktionen, etwa eine Zeiterfassung für eure Monteure, könnt ihr im selben Programm bleiben.

Geöffneter Sicherungsverteiler mit einer Reihe Leitungsschutzschalter und farbig markierten Leitungen
Jeder Schutzschalter im Verteiler ist eine Position aus dem Großhandelskatalog. Je mehr Material eine Rechnung hat, desto mehr spart die Übernahme per DATANORM oder IDS.

Was eine Elektrikerrechnung leisten muss

Was eine Software im Alltag leisten muss, zeigt sich besonders gut an einem typischen Auftrag. Beim Zählerschrankumbau kommen schnell Dutzende Positionen aus dem Großhandelskatalog zusammen. Bei Kabeln und Leitungen spielt zudem der Kupferkurs in den Preis hinein. Daneben stehen die vielen kleinen Einsätze, die ihr nach Aufwand abrechnet. Material und Arbeitsberichte prägen die Elektrikerrechnung deshalb besonders stark, anders als bei Rechnungsprogrammen für Maler, wo vor allem das Aufmaß zählt. Für eure Auswahl lohnt es sich also, genauer auf die Abläufe im Elektrohandwerk zu schauen.

Materialpreise aus dem Großhandel

Bei der Großhandelsanbindung begegnen euch immer wieder dieselben Kürzel. Dahinter stecken unterschiedliche Wege zu euren Artikeln und Preisen. Mit DATANORM bekommt ihr den Katalog des Großhändlers samt euren Preisen als Datei und lest ihn ins Programm ein. Der Preisstand entspricht dann dieser Datei. Üblich sind die Versionen 4 und 5; eine neuere gibt es nicht. IDS Connect führt euch dagegen direkt in den Onlineshop: Dort sucht ihr Artikel, seht aktuelle Preise und Verfügbarkeiten und übernehmt den Warenkorb ins Angebot oder in die Rechnung. Über UGL tauscht ihr einzelne Geschäftsvorgänge aus, von Anfrage und Angebot über Bestellung und Lieferschein bis zur Großhandelsrechnung. Open Masterdata wiederum ruft Artikeldaten bei Bedarf ab. Ihr müsst dafür also nicht auf die nächste Preisdatei warten.

Ein Häkchen bei „DATANORM“ beantwortet deshalb noch nicht alle wichtigen Fragen. Welche Version verarbeitet die Software? Ist euer Großhändler per IDS angebunden? Und kostet das zusätzlich? Wie unterschiedlich die Pakete ausfallen, zeigen zwei Beispiele: kwp-bnWin.net bringt schon in REGIE DATANORM 3.0 bis 5.0, ELDANORM, UGL, IDS und OCI mit. Bei OfficeOn sind sämtliche Schnittstellen im Preis enthalten. Andere Anbieter berechnen die Großhandelsanbindung als Zusatzmodul oder lassen sie im Einstiegspaket weg. Die jeweiligen Einschränkungen findet ihr bei den Anbietern.

Kupferzuschlag bei Kabeln und Leitungen

Gerade bei größeren Leitungsmengen lohnt es sich, den Kupferanteil im Blick zu behalten. Kabelhersteller wie HELUKABEL legen ihren Preisen eine Kupferbasis zugrunde, bei HELUKABEL sind das 150 Euro je 100 Kilogramm. Liegt die aktuelle Notierung darüber, wird die Differenz als Metallzuschlag berechnet; liegt sie darunter, sinkt der Preis entsprechend. Grundlage sind die Kupferzahl des jeweiligen Artikels und eine Tagesnotierung. Die frühere DEL-Notiz wurde 2022 eingestellt. Heute veröffentlichen beispielsweise Metallhändler wie Westmetall eigene Kupfernotierungen, während manche Kabelhersteller eine eigene Notierung verwenden. Auf eurer Einkaufsrechnung begegnet euch das Ergebnis als Metallzuschlag.

Warum das schon beim Angebot wichtig ist, zeigt ein einfacher Fall: Ihr kalkuliert im Frühjahr mit dem damaligen Kupferpreis, kauft die Leitungen aber erst im Sommer zu einem höheren Kurs. Ohne vereinbarte Preisklausel bleibt die Differenz bei euch hängen. Eine Pflicht, den Kupferzuschlag auf der Kundenrechnung separat auszuweisen, haben wir nicht gefunden. Für die Kalkulation ist er trotzdem entscheidend. Gegenüber Privatkunden könnt ihr Preisänderungen zudem nur begrenzt auffangen: Im Angebot muss der Gesamtpreis stehen. Eine AGB-Klausel, die Leistungen innerhalb von vier Monaten nach Vertragsschluss verteuert, ist gegenüber Verbrauchern unwirksam; ausgenommen sind Dauerschuldverhältnisse. Mit aktuellen Notierungen zu kalkulieren, kann euch deshalb unangenehme Überraschungen ersparen.

Die nötigen Angaben können bereits in den Großhandelsdaten stecken: DATANORM überträgt Kupferzuschläge samt Gewichtsanteil, ab Version 4 auch Zuschläge für Silber, Aluminium oder Messing. Entscheidend ist anschließend, wie eure Software diese Daten verarbeitet. Edison übernimmt die NE-Metall-Gewichte aus der Datei und kalkuliert mit tagesaktuellen Kupfernotierungen. dashandwerk.net berechnet den aktuellen Kupferzuschlag automatisch aus den erfassten Materialpositionen. Weitere Lösungen mit Kupfer- oder Rohstoffkalkulation findet ihr in den Kurzvorstellungen. Wo eine entsprechende Angabe fehlt, lohnt sich eine konkrete Nachfrage in der Testphase.

Regie, Stunden und Kleinmaterial

Eine Steckdose versetzen, einen FI-Schutzschalter nachrüsten oder einen Fehler suchen: Für solche Einsätze schreibt ihr oft kein Angebot, sondern rechnet den tatsächlichen Aufwand ab. Dann hängt die zügige Rechnungsstellung daran, wie gut die Angaben von vor Ort ins Büro gelangen. Stunden und Material in der App oder im Browser erfassen, den Kunden unterschreiben lassen und daraus die Rechnung erstellen – so lässt sich der Umweg über Papier vermeiden. HERO bietet dafür mobile Rapportzettel für Regiearbeiten. Bei Edison könnt ihr Notdienst- und Rapportaufträge per App nach Aufwand erfassen und abrechnen, auch ohne vorheriges Angebot. Achtet beim Ausprobieren auf die kleinen Dinge, die später zählen: Funktioniert die App auch ohne Netz im Keller oder Zählerraum? Lassen sich unterschiedliche Stundensätze für Meister, Gesellen und Azubis, Anfahrtspauschalen sowie Notdienst- und Wochenendzuschläge hinterlegen?

Betreut ihr eine Hausverwaltung oder Gewerbekunden mit vielen kleinen Einsätzen, kann eine Sammelrechnung beiden Seiten Arbeit sparen. Statt jeden Auftrag einzeln abzurechnen, fasst ihr mehrere Einsätze zusammen. Als Leistungszeitpunkt darf dabei der Kalendermonat angegeben werden, auch bei einer E-Rechnung. Allerdings beherrscht nicht jedes Programm diese Rechnungsart. Welche Anbieter sie nennen, seht ihr in der Rechnungsspalte unserer Vergleichstabelle.

Abschlag und Schlussrechnung auf der Baustelle

Bei Neubauten, Sanierungen oder größeren Anlagen gehen Material und Arbeitszeit oft lange vor dem Projektabschluss ins Geld. Abschlagszahlungen sorgen dafür, dass ihr nicht alles bis zur Schlussrechnung vorfinanzieren müsst. Nach dem Werkvertragsrecht dürft ihr sie in Höhe der bereits erbrachten Leistung verlangen, wenn eine Aufstellung diese nachvollziehbar belegt. Die gezahlten Abschläge und die darauf entfallende Umsatzsteuer müssen später von der Schlussrechnung abgezogen werden. Eine passende Software nimmt euch diese Verrechnung ab: Ihr legt Abschläge pauschal oder nach Baufortschritt an und bekommt am Ende den noch offenen Rest ausgewiesen. Arbeitet ihr nach VOB/B, müssen eure Leistungen außerdem prüfbar abgerechnet werden.

Gerade wenn ihr regelmäßig Baustellen abrechnet, gehört deshalb eine Frage gleich an den Anfang des Preisvergleichs: In welchem Paket sind Abschlags- und Schlussrechnungen enthalten? Bei Edison braucht ihr dafür das Modul Teilrechnungen, bei kwp-bnWin.net die Ausbaustufe BASIS. Auch andere Anbieter verlangen ein Zusatzmodul oder ein größeres Paket.

Prüfungen und Wartung als wiederkehrende Rechnung

Mit der Prüfung ist die Arbeit an einer Anlage häufig nicht für immer erledigt. Elektrische Anlagen und Betriebsmittel in Betrieben müssen nach DGUV Vorschrift 3 in bestimmten Zeitabständen erneut geprüft werden. Für Privathaushalte empfiehlt der E-CHECK des Elektrohandwerks einen Rhythmus von vier Jahren bei fest installierten Anlagen und jährliche Prüfungen bei ortsveränderlichen Geräten. Für euch entstehen daraus wiederkehrende Termine und Rechnungen, oft auf Grundlage eines Wartungsvertrags.

Eine Terminerinnerung allein nimmt dem Büro dabei noch wenig Arbeit ab. Interessanter ist, ob zum fälligen Termin gleich ein Auftrag entsteht, den ihr später abrechnen könnt. Bei dashandwerk.net erzeugt ein Dauerauftrag automatisch einen neuen Kundenauftrag mit allen Angaben. kwp-bnWin.net erinnert über das Modul Anlagenverwaltung und Wartungswesen an anstehende E-Checks, legt die Aufträge an und übernimmt Dokumentation und Abrechnung. Wiederkehrende Termine beherrschen die meisten Programme im Vergleich. Wenn ihr viele Wartungskunden betreut, lasst euch deshalb zeigen, welche weiteren Schritte automatisch laufen und wo ihr selbst eingreifen müsst.

Rechnungen an Privatkunden: Arbeitskosten, Frist und Hinweis

Bei Privatkunden hilft eine übersichtliche Rechnung auch über die Bezahlung hinaus: Sie können 20 Prozent der Arbeitskosten für Handwerkerleistungen von ihrer Steuer abziehen, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Dafür müssen sich die Arbeitskosten aus der Rechnung ermitteln lassen, und die Zahlung muss auf euer Betriebskonto überwiesen werden. Ihr könnt Lohn und Material getrennt aufführen oder den Gesamtbetrag prozentual in Arbeits- und Materialkosten aufteilen. Bei Wartungsverträgen reicht eine Anlage zur Rechnung, die den Arbeitskostenanteil ausweist. Auch die Prüfung einer Elektroanlage im Haushalt zählt nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums zu den begünstigten Handwerkerleistungen. Arbeiten im Rahmen eines Neubaus gehören dagegen nicht dazu.

Für Arbeiten am Haus eines Privatkunden kommen zwei weitere Anforderungen hinzu: Ihr müsst die Rechnung innerhalb von sechs Monaten stellen und darin auf die zweijährige Aufbewahrungspflicht des Kunden hinweisen. Praktisch ist deshalb ein hinterlegter Textbaustein. Ebenso hilfreich ist eine gesonderte Summe für die Arbeitskosten, damit eure Kunden ihren Steuerabzug nachvollziehen können. Gerade bei allgemeinen Rechnungsprogrammen solltet ihr das vorab prüfen. easyfirma nennt den getrennten Ausweis der Lohnkosten beispielsweise ausdrücklich.

E-Rechnung: was ab 2027 für Elektrobetriebe gilt

Für den Empfang von E-Rechnungen gilt die Pflicht bereits seit Januar 2025; ein E-Mail-Postfach reicht dafür aus. Beim Versand an andere Unternehmen hängt der nächste Schritt vom Umsatz ab. Bis Ende 2026 dürfen alle Betriebe noch Papier- oder PDF-Rechnungen ausstellen, PDFs allerdings nur mit Zustimmung des Kunden. Lag euer Gesamtumsatz im Vorjahr über 800.000 Euro, müsst ihr ab dem 1. Januar 2027 E-Rechnungen versenden. Lag er darunter, bleibt euch die Übergangsfrist bis Ende 2027; ab 2028 gilt die Pflicht für alle, soweit keine Ausnahme greift. Entscheidend ist der strukturierte Datensatz: Eine XRechnung besteht aus einer XML-Datei, bei ZUGFeRD sind die Daten in ein PDF eingebettet. XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 erfüllen die Anforderungen. Die ZUGFeRD-Profile MINIMUM und BASIC-WL reichen dafür jedoch nicht aus.

Schaut dabei auch auf euren Kundenkreis. Rechnungen an Privatkunden sind von dieser Pflicht nicht betroffen, Rechnungen an Vermieter dagegen schon, wenn diese umsatzsteuerlich als Unternehmer gelten. Ausnahmen gibt es außerdem für Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro brutto und für Rechnungen von Kleinunternehmern. Bei öffentlichen Auftraggebern gelten eigene Vorschriften; beim Bund sind Direktaufträge bis 1.000 Euro ausgenommen. Für Rechnungen an diese öffentlichen Kunden braucht ihr die Leitweg-ID vom Auftraggeber. Bei ToolTime lässt sie sich beispielsweise direkt beim Kunden hinterlegen. Für Rechnungen zwischen Unternehmen benötigt ihr keine Leitweg-ID.

Neue Regeln für Baustellen- und Schlussrechnungen

Für Baustellenrechnungen ist besonders interessant, was das Bundesfinanzministerium am 15. Oktober 2026 in einem ergänzenden Schreiben zur E-Rechnung erläutert hat. Die Finanzverwaltung beanstandet es bei Bauleistungen derzeit nicht, wenn der strukturierte Teil nur die einzelnen Gewerke und ihre Summen enthält. Das ausführliche Leistungsverzeichnis könnt ihr als lesbare Anlage in die E-Rechnung aufnehmen, sofern der strukturierte Teil eindeutig darauf verweist. Zusätzlich lässt sich das Leistungsverzeichnis als GAEB-Datei mitschicken. Die vielen Einzelpositionen einer Baustellenabrechnung müssen damit nicht zwingend vollständig im strukturierten Teil stehen.

Auch bei der Schlussrechnung gibt es eine Erleichterung: Bis zum 30. Juni 2030 wird es nicht beanstandet, wenn ihr bereits gezahlte Abschläge im strukturierten Teil als Gesamtsumme abzieht. Die Einzelheiten gehören dann in ein Freitextfeld oder einen Anhang. Für frühere Abschlagsrechnungen zählt wiederum, wann ihr sie ausgestellt habt. Liegt das Datum vor dem Beginn eurer eigenen E-Rechnungspflicht, müssen sie keine E-Rechnungen sein – selbst wenn Schlussrechnung und Zahlung erst später folgen. Das Schreiben stellt außerdem klar, dass der Versand einer PDF-Rechnung trotz bestehender Pflicht keine Ordnungswidrigkeit darstellt. Das PDF ersetzt die vorgeschriebene E-Rechnung dadurch allerdings nicht.

Im Softwarevergleich kommt es deshalb auf mehr an als auf das Stichwort „E-Rechnung“. Entsteht sie automatisch mit jedem PDF, oder müsst ihr sie gesondert erzeugen? Und ist die Funktion im gewünschten Tarif enthalten? Bei LC-TOP gehört ZUGFeRD zum Schnittstellenpaket Basic, das in Light fehlt; XRechnung ist ein Add-on. Das Programm bettet die ZUGFeRD-Daten dagegen in jedes PDF ein und erstellt XRechnungen per Knopfdruck. Wenn ihr häufig mit Leistungsverzeichnissen abrechnet, lasst euch auch zeigen, wie die Anlage zur E-Rechnung entsteht. Die grundsätzlichen Regeln erläutert das Ministerium in seinen Fragen und Antworten zur E-Rechnung.

Steuerschuldumkehr und Bauabzugsteuer bei Bauleistungen

Wer als Nachunternehmer für einen Generalunternehmer oder einen anderen Baubetrieb arbeitet, kennt die Frage: Kommt Umsatzsteuer auf die Rechnung oder nicht? Erbringt ihr eine Bauleistung für ein Unternehmen, das selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, schuldet der Auftraggeber die Umsatzsteuer. Davon ist auszugehen, wenn ihm das Finanzamt eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt hat; sie gilt höchstens drei Jahre. Ihr stellt dann eine Rechnung ohne Umsatzsteuer aus und ergänzt den Vermerk „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“. Eure Software sollte dafür eine eigene Rechnungsart anbieten. Den Steuersatz lediglich von Hand auf null zu setzen, bildet den Vorgang nicht ausreichend ab. Bei Das Programm ist die Steuerschuldumkehr im Basis-Paket enthalten, bei Lexware Office erst in XL. Ob eine bestimmte Reparatur oder Wartung überhaupt als Bauleistung zählt, klärt ihr wegen der nötigen Einzelfallbetrachtung am besten mit eurem Steuerberater.

Davon zu unterscheiden ist die Bauabzugsteuer. Liegt keine gültige Freistellungsbescheinigung vor, müssen unternehmerische Auftraggeber bei Bauleistungen 15 Prozent der Zahlung einbehalten und ans Finanzamt abführen. Ausgenommen sind Auftraggeber mit höchstens zwei vermieteten Wohnungen, soweit die Leistung diese Wohnungen betrifft. Ein Abzug entfällt auch, wenn die Zahlungen dieses Auftraggebers an euch im Kalenderjahr voraussichtlich nicht über 5.000 Euro liegen. Bei Vermietern mit ausschließlich steuerfreien Umsätzen beträgt diese Grenze 15.000 Euro. Arbeitet ihr regelmäßig für Vermieter, Eigentümergemeinschaften oder Baufirmen, gebt ihr die Freistellungsbescheinigung am besten schon mit dem ersten Angebot mit. Die Rechnung selbst bleibt dadurch unverändert. Beim Zahlungseingang muss sich der Einbehalt aber berücksichtigen lassen, etwa als Teilzahlung, damit nicht wegen des scheinbar offenen Restbetrags eine Mahnung ausgelöst wird.

Was Faktura-Software für Elektriker kostet

Beim Preisvergleich lohnt es sich, zunächst das Abrechnungsmodell zu klären. Am häufigsten findet ihr ein Abo, bei dem Rechnungen schon im kleinsten Paket enthalten sind. Bezahlt wird je Büronutzer oder für ein Betriebspaket. Andere Anbieter rechnen die Funktion als Zusatzmodul ab: Bei Meisterwerk kommen dafür beispielsweise 25 Euro monatlich zum Basispaket hinzu. Daneben gibt es Kaufprogramme, etwa kwp-bnWin.net, Edison, LC-TOP und OPTIMUS. Dort zahlt ihr anfangs mehr und habt meist zusätzlich einen Pflege- oder Servicevertrag für Updates und Support. Auch dessen Bedingungen unterscheiden sich: Bei LC-TOP könnt ihr die Lizenz nach Kündigung des Servicevertrags weiter nutzen, bekommt dann aber keine Updates, keinen Support und keine neuen Funktionen mehr. Bei OPTIMUS ist ein Pflegevertrag für 24 Monate vorgeschrieben.

Der beworbene Einstiegspreis sagt also noch wenig darüber aus, was eure tatsächlich benötigte Ausstattung kostet. Besonders bei diesen Funktionen kommen im Vergleich Aufpreise hinzu:

Auch diese Tabelle liest sich auf dem Handy quer besser.

FunktionIm Einstieg enthalten (Beispiele)Aufpreis oder größeres Paket (Beispiele)
Abschlags- und SchlussrechnungDas Programm, dashandwerk.net, HERO, OfficeOn, ToolTimeEdison: Modul Teilrechnungen 410 Euro
kwp-bnWin.net: erst in BASIS
Großhandelsanbindungkwp-bnWin.net REGIE, OfficeOn, dashandwerk.net (DATANORM und IDS)Edison: Schnittstellenpaket 490 Euro
dashandwerk.net: UGL 8 Euro im Monat
LC-TOP: nicht im Paket Light
DATEVdashandwerk.net, OfficeOn, OPTIMUSToolTime: 19 Euro im Monat
Edison: Fibu-Schnittstelle 590 Euro
Bankabgleich–Das Programm: erst Pro für 49,90 Euro
HERO: erst HERO OS für 119 Euro
dashandwerk.net: Bankingmodul 8 Euro im Monat
Edison: automatische Verbuchung der Zahlungseingänge im Modul Finanzverwaltung für 460 Euro, im Paket FINANCE enthalten

Wie viel ihr bezahlt, hängt teilweise auch davon ab, wie lange ihr euch bindet. Bei dashandwerk.net und Das Programm könnt ihr monatlich kündigen. ToolTime und Sage 50 Handwerk verlangen mindestens 12 Monate, OPTIMUS 6 Monate. OfficeOn staffelt den Lizenzpreis nach Vertragslaufzeit: Eine längere Bindung senkt dort den Monatspreis.

Die Anbieter im Detail

Für die nähere Auswahl haben wir die Anbieter in zwei alphabetisch sortierte Gruppen aufgeteilt: zuerst Elektriker- und Handwerkersoftware, danach allgemeine Rechnungsprogramme. Bei den Lösungen aus der Vergleichstabelle ergänzen die folgenden Porträts vor allem Angaben zu Hersteller, Betrieb, Testmöglichkeiten und Laufzeit sowie Besonderheiten im Rechnungsalltag. Rechnungsarten, Großhandelsanbindung und Einstiegspreise könnt ihr oben nachlesen. Alle Angaben beziehen sich auf Oktober 2026. Wenn wir eine Funktion nicht aufführen, haben wir sie in den Herstellerunterlagen nicht gefunden.

Elektriker- und Handwerkersoftware mit Rechnungsfunktion

Craftnote

  • Rechnung: Im Paket Büro Plus Angebote und Rechnungen, Anzahlungs-, Abschlags- und Schlussrechnungen mit automatischer Verrechnung, dazu ein Überblick über offene Forderungen. GoBD-konform mit Storno und DATEV-Export, Mahnungen inklusive.
  • Großhandel und Material: Artikel des Großhändlers per IDS-Connect oder DATANORM direkt ins Angebot.
  • Einstieg mit Rechnung: Büro Plus regulär 69,90 Euro je Nutzer und Monat, derzeit 49,90 Euro, jeweils netto bei jährlicher Abrechnung.

Gut zu wissen: Craftnote ist vor allem dann interessant, wenn ihr Baustellenkommunikation und Büroarbeit verbinden möchtet. Rechnungen schreibt ihr allerdings erst mit Büro Plus. Die kleineren Pakete Baustelle für 14,90 Euro und Büro für 29,90 Euro umfassen Chat, Aufgaben, Zeiterfassung und Dokumentation. Eine Verbindung zu einem anderen Anbieter gibt es ebenfalls: dashandwerk.net nutzt Craftnote als angebundene App für die Monteure.

Das Programm

Logo von Das Programm (synatos GmbH)
  • Hersteller: synatos GmbH
  • Betrieb: Cloud im Browser unter Windows und Mac, App für iOS und Android.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage kostenlos, alternativ ein Pilotmonat mit Dateneinrichtung für einmalig 499 Euro. Einrichtungspakete sind optional.

Gut zu wissen: Bei Das Programm können auch Arbeitsberichte und Bautagebücher die Grundlage der Rechnung bilden. Was vor Ort dokumentiert wurde, muss also nicht nochmals im Büro erfasst werden. Selbst festgeschriebene Rechnungen lassen sich nachträglich bearbeiten; der Änderungsverlauf wird dabei GoBD-konform dokumentiert. Beim Mahnen behaltet ihr die Entscheidung über jeden Schritt: Die Mahnstufen werden einzeln ausgelöst und nicht automatisch nacheinander verschickt. Mit Pro könnt ihr außerdem Zahlungen vor Ort per Smartphone annehmen, sofern ihr ein Stripe-Konto habt.

dashandwerk.net

Logo von dashandwerk.net
  • Hersteller: dashandwerk.net, Inhaber Frank Lehmann, Bremen
  • Betrieb: Reine Webanwendung im Browser, auch auf Smartphone und Tablet. Offline arbeiten die Monteure über die angebundene App Craftnote.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage kostenlos, keine Vertragslaufzeit, monatlich kündbar.

Gut zu wissen: Hinter dashandwerk.net steht ein kleiner Anbieter mit einer schlichten Oberfläche. Für die Abrechnung deckt die Software dennoch viele Abläufe ab. Ihr könnt Angebote als Festpreis oder nach Aufwand anlegen; beim Aufwand übernimmt sie die erfassten Arbeitszeiten aus der Zeiterfassung. Auch nach dem Versand der Rechnung unterstützt das Programm: Auf Wunsch läuft das Mahnwesen automatisch bis zur Übergabe ans Inkassobüro. Das zusätzliche Bankingmodul gleicht offene Posten mit den Kontoauszügen ab und ordnet die Zahlungen zu.

Edison

Logo von Sander & Doll (Edison)
  • Hersteller: Sander & Doll AG
  • Betrieb: Windows, lokal installiert oder über eine RDP-Cloud, auf dem Mac über Parallels. Die App kostet keine eigenen Lizenzgebühren, für die Anbindung braucht ihr das Modul Mobilgeräte-Zentrale.
  • Test und Laufzeit: Bis zu vier Wochen kostenlos. Keine Mindestlaufzeit bei der Nutzung, das Leasing läuft 36 Monate.

Gut zu wissen: Bei Edison lohnt sich eine Zusammenstellung eurer benötigten Module, bevor ihr den Einstiegspreis bewertet. Das Grundmodul für 880 Euro schreibt zwar Rechnungen. Im Elektrobetrieb können aber schnell Finanzverwaltung mit Mahnwesen, Großhandelsschnittstellen, Teilrechnungen und die Fibu-Schnittstelle hinzukommen. Für kleine Betriebe bietet Sander & Doll das Einstiegspaket FINANCE für 2.900 Euro oder 80,56 Euro monatlich an. Teilrechnungen und DATEV bleiben auch dort Zusatzmodule. Auf das Elektrohandwerk zugeschnitten sind Details wie die Umrechnung von Kabelrollen in laufende Meter und Erinnerungen an anstehende E-Check-Wartungen.

Excellent P.2

Logo von UNI-Electronic (Excellent P.2)
  • Hersteller: UNI-Electronic GmbH, Dortmund
  • Betrieb: Installierte Software unter Windows 11, App für iOS und Android. Über die UNI-HOST-Technik läuft die Software auch auf dem iPad und anderen Tablets.
  • Test und Laufzeit: Keine kostenlose Testversion, aber Kurzzeitmieten bis drei Monate. Mindestlaufzeit ein Jahr, Preisgarantien bis fünf Jahre vereinbar.

Gut zu wissen: Mit Excellent P.2 entscheidet ihr euch für eine betreute Komplettlösung mit individuellem Angebot, Ersteinrichtung und Schulungen. Der Umfang geht entsprechend weit über ein schlankes Rechnungsprogramm hinaus. Bei den Preisen nennt der Anbieter unterschiedliche Spannen: 75 bis 95 Euro je Mitarbeiter und Monat bei 1 bis 3 Mitarbeitern sowie 30 bis 85 Euro je Mitarbeiter im FAQ. Den Preis für euren Betrieb müsst ihr daher konkret anfragen. Für Baustellen bietet die Aufmaßfunktion ein interessantes Detail: Sie berechnet auch Vorhaltekosten für Baustromkästen. Die DATEV-Übergabe umfasst Buchungsstapel, DATEV Online und den Buchungsdatenservice.

Handwerksbüro Live

  • Rechnung: Angebote und Rechnungen, Aufmaße mit Messwerten fließen in Angebote und Rechnungen ein.
  • Großhandel und Material: DATANORM, Bürgele, UGS/UGL, IDS/OCI und GAEB sind inklusive, DATEV ebenso.
  • Einstieg mit Rechnung: 659 Euro netto im Jahr für eine Lizenz der Online-Version, umgerechnet knapp 55 Euro im Monat. 30 Tage kostenlos testen.

Gut zu wissen: Bei Handwerksbüro Live von WEKA lohnt sich für euch der Blick auf die Ausführung fürs Elektrohandwerk. Dort sind Bürgele-Montagezeiten und Großhandelsschnittstellen ohne Aufpreis enthalten.

HERO

Logo von HERO Software
  • Hersteller: HERO Software GmbH
  • Betrieb: Cloud im Browser auf PC oder Mac, App mit Rechnungsstellung, Aufmaß und digitaler Unterschrift.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage HERO Select ohne automatische Verlängerung. Jahresverträge mit einem Monat Kündigungsfrist.

Gut zu wissen: HERO Select richtet sich an Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitenden. Weitere App-Lizenzen kosten je 22 Euro monatlich bei jährlicher oder 25 Euro bei monatlicher Zahlung. Für die Rechnung könnt ihr Arbeitszeiten per Knopfdruck aus der Zeiterfassung übernehmen. Beim Mahnwesen mit bis zu sechs Stufen bleibt ihr eingebunden: Erst nach eurer Freigabe werden die Vorschläge verschickt. Rechnungen gelangen per DATEV SmartLogin zum Steuerberater. Zwei Grenzen solltet ihr kennen: Sammelrechnungen sind noch nicht verfügbar. Eingehende E-Rechnungen könnt ihr zwar hochladen, ihre Daten müsst ihr derzeit aber noch selbst hinterlegen.

kwp-bnWin.net

Logo von KWP (kwp-bnWin.net)
  • Hersteller: KWP Informationssysteme GmbH
  • Betrieb: Windows im Büro, auf dem Mac über den Cloud-Betrieb BaaS, bei dem KWP die Software im Rechenzentrum betreibt. Die App bnApp ist in REGIE kostenlos dabei.
  • Test und Laufzeit: Eine Testphase ist nicht ausgewiesen. Kauf, Softwarepflege mit Hotline optional und jährlich. Lizenziert wird nach gleichzeitig arbeitenden Nutzern.

Gut zu wissen: Der Einstieg REGIE von kwp-bnWin.net ist für Betriebe mit 1 bis 5 Mitarbeitern vorgesehen und kostet ab 900 Euro einschließlich Einweisung und Einrichtung. Mit mobiler Auftragsbearbeitung gibt es außerdem das Paket Handwerksmeister 2.0 als Mietkauf für unter 50 Euro monatlich. Im Arbeitsablauf hängen Angebot, Auftrag und Rechnung an einem gemeinsamen Vorgang; eine Umwandlung ist dadurch nicht nötig. Regelmäßige Baustellenabrechnungen erfordern allerdings mehr: Abschlags- und Schlussrechnungen bekommt ihr erst mit BASIS, dessen Preis nicht veröffentlicht ist. Eine eigene Finanzbuchhaltung ist nicht enthalten. Für die DATEV-Übergabe braucht ihr ein Add-on.

LC-TOP

Logo von LC-TOP
  • Hersteller: Locher & Christ GmbH
  • Betrieb: Windows-PC oder Windows-Server, alternativ in der Cloud, dann auch auf Mac und Tablet. App für Monteure, auch ohne Internetverbindung.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage mit eigenen Aufträgen. Kauf plus monatlicher Servicebetrag; die Lizenz bleibt nach Kündigung des Servicevertrags nutzbar.

Gut zu wissen: Das Paket Light von LC-TOP klingt zunächst passend, wenn ihr Angebote und Rechnungen schreiben möchtet. Für viele Elektrobetriebe dürfte es allein jedoch zu knapp ausfallen: DATANORM, IDS, E-Rechnung und DATEV fehlen. Über das Schnittstellenpaket kommen ZVEH-Einbauzeiten sowie die Großhandelsanbindung per IDS, OCI und UGL hinzu. In der Kalkulation berücksichtigt LC-TOP auch Rohstoffnotierungen. Für die tatsächlichen Gesamtkosten zählen weitere Abhängigkeiten: Das Mahnwesen steckt im Add-on OP-Verwaltung, das ihr wiederum auch für DATEV benötigt.

Meisterwerk

Logo von Meisterwerk
  • Hersteller: MEISTERWERK APP GmbH, Berlin
  • Betrieb: Browser unter Windows, macOS oder Linux, kostenlose App für iOS und Android. Ein Nutzer ist ein Nutzer, egal ob im Büro oder auf der Baustelle.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Verlängerung. Monatsabo mit einem Monat Kündigungsfrist, Jahresabos mit drei Monaten.

Gut zu wissen: Bei Meisterwerk bucht ihr die Rechnungsfunktion zum Basispaket hinzu; drei Nutzer sind bereits im Preis enthalten. Im Alltag kann das so aussehen: Der Monteur erfasst Material in Stück oder laufenden Metern direkt vor Ort, anschließend erstellt ihr daraus per Klick die Rechnung. Überfällige Rechnungen mahnt die Software automatisch in mehreren Stufen an. Für die Buchhaltung stehen ein DATEV-Export und für zusätzlich 6 Euro monatlich eine Anbindung an lexoffice, sevDesk oder bexio bereit. IDS-Connect hat uns Meisterwerk angekündigt. Lager, Materialwirtschaft und Buchhaltung gehören nicht zum Funktionsumfang, das sagt Meisterwerk selbst.

OfficeOn

Logo von Bosch (OfficeOn)
  • Hersteller: Robert Bosch Power Tools GmbH
  • Betrieb: Browser unter Windows, macOS oder Linux, Büroarbeit auch auf dem Tablet. Die App für iOS und Android ist für Dokumentation, Zeiten und Aufgaben vor Ort gedacht.
  • Test und Laufzeit: 14 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang. Laufzeiten von 6, 12 oder 24 Monaten, Kündigung mit einem Monat Frist zum Ende des Zahlungszeitraums.

Gut zu wissen: Bei OfficeOn wählt ihr mit dem Paket die Vertragslaufzeit; der Funktionsumfang bleibt gleich. Für Teammitglieder, die mobil arbeiten, aber keine Rechnungen stellen, gibt es Mobil-Lizenzen für 22,99 bis 34,99 Euro monatlich. Offene Posten und Zahlstatus lassen sich überblicken, auch ein mehrstufiges Mahnwesen ist vorhanden. Eine automatische Zahlungsverwaltung bietet die Software nach Auskunft von Bosch jedoch nicht. Mit unserem Gutscheincode VERGLEICH10 erhaltet ihr bis zum 31.12.2026 zehn Prozent Rabatt auf die Lizenzgebühr während der ersten Vertragslaufzeit, sofern ihr ein Abo ab 12 Monaten abschließt. Bei einem Abschluss mit dem Code bekommen wir von Bosch eine Prämie. Für euch entstehen dadurch keine Mehrkosten.

OPTIMUS

Logo von RPS Software (OPTIMUS)
  • Hersteller: RPS Roland Piske Software GmbH
  • Betrieb: Windows, lokal oder auf einem Cloud-Server mit Windows, auf dem Mac über Parallels. Mobile App mit Unterschrift des Kunden vor Ort.
  • Test und Laufzeit: 30 Tage kostenlos. Nutzungsversion mit 6 Monaten Mindestlaufzeit und 3 Monaten Kündigungsfrist, beim Kauf ist ein Pflegevertrag über 24 Monate Pflicht.

Gut zu wissen: OPTIMUS kommt als Komplettsoftware mit umfangreicher Kalkulation; ein separates Rechnungspaket gibt es nicht. Schon die kleinste Version XS enthält vierstufiges Mahnwesen und DATEV. Hilfreich bei längeren Projekten ist die Übersicht am Ende einer Abschlags- oder Endrechnung: Dort sind sämtliche bisherigen Rechnungen, Gutschriften und Zahlungseingänge des Projekts aufgelistet. Beim Einstiegspreis bleibt eine Unklarheit: RPS nennt für XS an einer Stelle ab 59 Euro und an anderen Stellen 69 Euro monatlich.

Plancraft

  • Rechnung: Angebote, Abschlags- und Schlussrechnungen, Angebote per Klick in Rechnungen umwandeln. Die E-Rechnung im XRechnung-Format ist in jedem Paket ohne Aufpreis enthalten, kumulierte Abschläge erst im Paket Pro.
  • Großhandel und Material: Kabel, Schalter und Sicherungen in den eigenen Stammdaten, Kataloge per DATANORM oder GAEB, beides erst im Paket Pro.
  • Einstieg mit Rechnung: Business 59,90 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, 74,90 Euro monatlich, jeweils netto mit einem Büronutzer. Pro 109,90 Euro bei jährlicher Zahlung.

Gut zu wissen: Plancraft richtet sich an mehrere Gewerke und läuft als Cloudsoftware unter Windows und Mac, ergänzt um Apps für Android und iOS. Für euren Preisvergleich ist vor allem eine Tarifgrenze relevant: DATANORM gibt es erst in Pro. Möchtet ihr Großhandelspreise auf diesem Weg übernehmen, kostet das Paket fast doppelt so viel wie Business.

Sage 50 Handwerk

  • Rechnung: Angebote, Aufträge und Rechnungen, E-Rechnung als ZUGFeRD 2.1 und XRechnung schon im kleinsten Paket. Teil- und Schlussrechnungen erst im Paket Enterprise.
  • Großhandel und Material: ELDANORM für das Elektrohandwerk; Schnittstellen wie GAEB und IDS sind im Paket Essential eine Erweiterung.
  • Einstieg mit Rechnung: Essential 19,90 Euro netto im Monat für einen Benutzer, Enterprise mit unbegrenzten Benutzern 59 Euro. Jährliche Abrechnung, 12 Monate Mindestlaufzeit.

Gut zu wissen: Mit Sage 50 Handwerk findet ihr unter den hier vorgestellten Branchenprogrammen den niedrigsten Monatspreis. Braucht ihr Teil- und Schlussrechnungen, müsst ihr allerdings das Paket Enterprise einplanen. Eine Finanzbuchhaltung könnt ihr zusätzlich als Modul buchen.

SCC-CONTROL Startup

  • Rechnung: Angebote, Rechnungen und Mahnungen, Abschlags- und Schlussrechnung, automatische Storno- und Korrekturrechnungen. E-Rechnungen im ZUGFeRD- und XRechnung-Format lassen sich importieren.
  • Großhandel und Material: DATANORM, IDS und OCI, Materialbestellungen als UGL. Kalkulation mit integrierter Kupferberechnung.
  • Einstieg mit Rechnung: 748 Euro, alles inklusive. Ob netto und ob einmalig, ist nicht angegeben.

Gut zu wissen: SCC-CONTROL von ZIEMER ist speziell auf das Elektrohandwerk zugeschnitten; die Startup-Version richtet sich an Kleinstbetriebe. In der Kalkulation wird die Kupfernotierung berücksichtigt. Bei der E-Rechnung bleiben die Angaben unvollständig: Der Import ist beschrieben, zum Versand haben wir keine Angabe gefunden.

smarthandwerk

  • Rechnung: Angebote, Aufträge und Rechnungen mit E-Rechnung als Export schon im kleinsten Paket. Abschlags-, Teil- und Schlussrechnungen direkt aus dem Angebot; ob sie in pro S enthalten sind, ist nicht eindeutig angegeben.
  • Großhandel und Material: DATANORM und ZVEH-Daten, Rohstoffkurse wie Kupfer lassen sich zentral pflegen.
  • Einstieg mit Rechnung: Paket pro S 49 Euro im Monat für den ersten Arbeitsplatz bei lokaler Installation, in der Cloud 40 Euro mehr. Ob netto oder brutto, ist nicht angegeben.

Gut zu wissen: smarthandwerk wird heute von der OneQrew GmbH angeboten und richtet sich als Angebots- und Rechnungsprogramm an das Elektrohandwerk. Für die Materialkalkulation ist die zentrale Pflege der Rohstoffkurse praktisch: Ändert ihr dort den Kupferkurs, wird der Kupferpreis in allen Artikeln gleichzeitig angepasst.

Sonepar-HERO

  • Rechnung: Kalkulationen, Angebote und Rechnungen nach GoBD. Rechnungen im ZUGFeRD-Format, die enthaltene XRechnung lässt sich separat speichern. E-Rechnungen von Lieferanten können als Belege hochgeladen werden.
  • Großhandel und Material: Anbindung an den Sonepar-Onlineshop, DATANORM und GAEB, dazu DATEV-Export und lexoffice.
  • Einstieg mit Rechnung: Lite- und Pro-Version, Preise nicht veröffentlicht.

Gut zu wissen: Sonepar-HERO bekommt ihr direkt über den Elektrogroßhändler Sonepar. Nutzt ihr dessen Shop, könnt ihr Warenkörbe unmittelbar ins Angebot übernehmen. Offen bleibt in den Unterlagen, wie sich die Varianten Lite und Pro von den HERO-Paketen unterscheiden, die der Softwarehersteller selbst anbietet.

STREIT

Logo von STREIT Software
  • Hersteller: STREIT Software GmbH
  • Betrieb: Windows, lokal oder in der Cloud. Apps für iOS, Android und Windows, darunter Monteur+ für Rapporte und Unterschrift auf der Baustelle.
  • Test und Laufzeit: Live-Demo auf Anfrage. Mietmodell, Angebot auf Anfrage.

Gut zu wissen: STREIT ordnet sich selbst als umfassende Lösung ein und weist darauf hin, dass der Umfang für sehr kleine Betriebe anfangs groß wirken kann. Zum Angebot gehört dafür auch eine eigene Finanzbuchhaltung mit Umsatzsteuer-Voranmeldung, betriebswirtschaftlicher Auswertung und Bilanz. Seid ihr gerade erst gestartet, lohnt sich der Blick auf die Gründerkonditionen: Mit Nachweis einer Neugründung könnt ihr Software und Apps ein Jahr mietfrei nutzen.

ToolTime

Logo von ToolTime
  • Hersteller: ToolTime GmbH
  • Betrieb: Cloud im Browser unter Mac und Windows, App für Android und iOS. Angebote und Rechnungen schreibt ihr in der Web-Version.
  • Test und Laufzeit: 7 Tage kostenlos, Mindestlaufzeit 12 Monate.

Gut zu wissen: Bei ToolTime hängt die Unterstützung nach dem Rechnungsversand davon ab, ob ihr ToolTime Pay nutzt. Ohne diesen Zusatz behaltet ihr offene Rechnungen selbst im Blick. Mit Pay kommen Zahlungsabgleich und automatisches Mahnwesen hinzu; dafür fallen Transaktionsgebühren ab 1 Prozent an. Für öffentliche Auftraggeber könnt ihr Leitweg-IDs hinterlegen. Wer außerdem seine Prüfdokumentation abbilden möchte, sollte eine Grenze beachten: Vorlagen für E-Check- oder DGUV-Prüfprotokolle bietet ToolTime nach eigener Auskunft nicht.

Allgemeine Rechnungsprogramme

Wenn ihr hauptsächlich Angebote, Rechnungen und E-Rechnungen erstellen möchtet, lohnt sich auch der Blick über die Branchensoftware hinaus. Die folgende Faktura-Software richtet sich an Betriebe unterschiedlicher Branchen. Sie passen vor allem dann, wenn ihr ohne Großhandelsanbindung auskommt. Eine DATANORM-Schnittstelle nennt in dieser Gruppe nur easyfirma.

AngebotFIX

  • Rechnung: Unbegrenzt Angebote und Rechnungen, E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD. Abschlags- und Schlussrechnungen werden beschrieben, aber keinem Tarif zugeordnet.
  • Einstieg mit Rechnung: Starter 12,90 Euro im Monat oder 129,90 Euro im Jahr, monatlich kündbar. Pro mit DATEV-Export und eigenem Briefpapier 29,90 Euro. 30 Tage kostenlos testen.

Gut zu wissen: AngebotFIX richtet sich an Solo-Selbstständige und Betriebe mit 1 bis 5 Mitarbeitern. Beim Starter-Tarif solltet ihr vorab ein Muster ansehen: Die PDFs tragen das Branding des Anbieters. Die genannten Preise sind Endpreise ohne Umsatzsteuer, da der Anbieter selbst Kleinunternehmer ist.

easyfirma

  • Rechnung: Abschlagsrechnungen mit automatischem Abzug, Teil-, Sammel- und Schlussrechnungen in der Version Ultimate. Lohnkosten lassen sich separat ausweisen, Aufmaße berechnen.
  • Einstieg mit Rechnung: Kauf ohne Abo: Standard 295 Euro, Premium 395 Euro, Ultimate 495 Euro, jeweils netto und einmalig. Als installierte Software oder online, 30 Tage kostenlos testen.

Gut zu wissen: easyfirma könnt ihr ohne Abo kaufen, auch in einer Onlineversion. Vor dem Kauf solltet ihr allerdings den Umfang der E-Rechnungsfunktion klären. Für ZUGFeRD und XRechnung wird ein Zusatzmodul für 150 Euro angeboten, das sich mit jedem Paket kombinieren lässt. An anderer Stelle beschreibt der Anbieter erstellte Rechnungen bereits als ZUGFeRD-Rechnungen. Lasst euch deshalb bestätigen, was ihr für eure Kunden tatsächlich benötigt.

Lexware Office

  • Rechnung: Im Paket M Angebote, E-Rechnungen als ZUGFeRD und XRechnung sowie Mahnungen. Abschlags-, Sammel- und Schlussrechnungen sowie Rechnungen für Bauleistungen nach § 13b erst im Paket XL.
  • Einstieg mit Rechnung: M 12,90 Euro, XL 32,90 Euro im Monat, netto und monatlich kündbar. 30 Tage kostenlos mit dem Funktionsumfang von XL.

Gut zu wissen: Bei Lexware Office solltet ihr für einen Elektrobetrieb eher mit dem Preis von XL als mit dem von M rechnen. Der Grund sind zwei Funktionen, die auf Baustellen häufig gebraucht werden: Abschlagsrechnungen und die Steuerschuldumkehr bei Bauleistungen sind erst in XL enthalten.

scoutsystems Faktura Software Handwerk

  • Rechnung: Abschlags- und Schlussrechnungen, ZUGFeRD und XRechnung.
  • Einstieg mit Rechnung: 179,95 Euro einschließlich Umsatzsteuer, einmalig für einen Einzelplatz. Kasse und Buchhaltung als Aufpreis-Optionen. Testen über einen Demo-Link.

Gut zu wissen: Die Faktura Software Handwerk ist das günstigste Kaufprogramm in diesem Vergleich. Sie läuft unter Windows; als Systemvoraussetzung nennt der Anbieter Windows 7 bis 10.

sevdesk

  • Rechnung: Im kostenlosen Tarif 3 Rechnungen oder E-Rechnungen im Monat, als ZUGFeRD und XRechnung. Im Tarif Rechnung unbegrenzt, mit Abschlags- und Schlussrechnungen.
  • Einstieg mit Rechnung: Dauerhaft kostenlos mit Limit, sonst 11,90 Euro im Monat, bei 12 Monaten Laufzeit 9,90 Euro, jeweils netto.

Gut zu wissen: sevdesk verbindet allgemeine Rechnungsstellung und Buchhaltung. Schreibt ihr nur wenige Rechnungen im Monat, kann bereits der kostenlose Tarif genügen. Abschlags- und Schlussrechnungen sind schon im günstigsten Bezahltarif enthalten.

Zervant

  • Rechnung: Kostenloser Tarif Free mit XRechnung. Ab Starter Abschlagsrechnungen und die Umwandlung von Angeboten in Rechnungen.
  • Einstieg mit Rechnung: Free 0 Euro, Starter 9 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, 11 Euro monatlich.

Gut zu wissen: Beim kostenlosen Zervant-Tarif sind die Angaben widersprüchlich: An einer Stelle werden unbegrenzte Rechnungen genannt, an einer anderen höchstens fünf pro Monat. Klärt das Limit deshalb vor der Entscheidung. Für die Gebühren ist außerdem eure Umsatzsteuer-Identifikationsnummer relevant. Ohne diese berechnet Zervant finnische Umsatzsteuer; mit hinterlegter Nummer entfällt sie.

Häufige Fragen zum Rechnungsprogramm für Elektriker

Gibt es ein kostenloses Rechnungsprogramm für Elektriker?

Eine dauerhaft kostenlose Elektrikersoftware haben wir in diesem Vergleich nicht gefunden. Wenn ihr nur wenige Rechnungen schreibt, können kostenlose Tarife allgemeiner Programme trotzdem ausreichen: sevdesk erlaubt drei Rechnungen monatlich. Zervant bietet ebenfalls einen Free-Tarif an, nennt an einer Stelle allerdings eine Grenze von fünf Rechnungen pro Monat. Bei Sage 50 Handwerk beginnt der Einstieg bei 19,90 Euro monatlich; eine kostenlose Version ist nicht ausgewiesen. Für Gründer ist das mietfreie erste Jahr bei STREIT eine weitere Möglichkeit. Zum Ausprobieren bleiben ansonsten die Testphasen: ToolTime bietet 7 Tage, OPTIMUS und Handwerksbüro Live jeweils 30 Tage. Auch Lexware Office, easyfirma und AngebotFIX könnt ihr 30 Tage testen.

Was ist der Unterschied zwischen Faktura-Software und einem Rechnungsprogramm?

Bei der Suche werdet ihr auf beide Begriffe stoßen, ohne dass damit immer unterschiedliche Programme gemeint sind. „Faktura“ ist zunächst das kaufmännische Wort für Rechnungsstellung. Faktura-Software umfasst häufig zusätzlich Angebote, Aufträge, Lieferscheine, offene Posten und Mahnungen. Ein Rechnungsprogramm im engeren Sinn konzentriert sich auf die Rechnung. Unter einem Auftragsprogramm versteht man meist eine Lösung, die euch vom Angebot über den Auftrag bis zur Rechnung begleitet, wie die Elektrikersoftware in unserem Vergleich. Für eure Entscheidung ist allerdings oft eine andere Frage hilfreicher: Übernimmt das Programm Artikel und Preise aus dem Großhandel, oder müsst ihr jede Position selbst eintragen?

Welches Rechnungsprogramm kann DATANORM?

DATANORM gehört bei fast allen Elektrikerprogrammen im Vergleich zum Angebot, aber nicht immer zum kleinsten Paket. LC-TOP lässt die Schnittstelle in Light weg, Plancraft bietet sie erst in Pro an und bei Edison gehört der Import zum Schnittstellenpaket. Sage 50 Handwerk nennt auf seiner Elektriker-Seite ELDANORM. Unter den allgemeinen Rechnungsprogrammen weist nur easyfirma eine DATANORM-Schnittstelle aus. Prüft auch die unterstützte Version: Großhändler liefern ihre Daten in Version 4 oder 5; manche Programme verarbeiten außerdem das elektrospezifische ELDANORM. Soll der aktuelle Tagespreis statt des Preisstands einer Datei übernommen werden, braucht ihr zusätzlich IDS Connect oder Open Masterdata.

Muss der Kupferzuschlag auf der Rechnung stehen?

Eine Vorschrift zum gesonderten Ausweis ist uns nicht bekannt. Ihr könnt den Zuschlag als eigene Position aufführen oder bereits in den Materialpreis einrechnen. Bei Privatkunden kommt es darauf an, im Angebot den Gesamtpreis anzugeben und den Kupferpreis zu diesem Zeitpunkt richtig einzukalkulieren. Die Hintergründe erklären wir im Abschnitt zum Kupferzuschlag. Edison und dashandwerk.net rechnen mit aktuellen Notierungen. Auch SCC-CONTROL nennt eine Kupferberechnung; smarthandwerk arbeitet mit zentral gepflegten Kursen. LC-TOP und OPTIMUS berücksichtigen Kupfer beziehungsweise Rohstoffe ebenfalls in ihrer Kalkulation.

Fazit

Die passende Lösung hängt vor allem davon ab, wie eure Rechnungspositionen zusammenkommen. Rechnet ihr hauptsächlich Festpreise an Privatkunden ab und schreibt nur ein paar Rechnungen im Monat, kann ein allgemeines Rechnungsprogramm im Abo oder zum Kauf gut ausreichen. Achtet darauf, dass sich Arbeitskosten getrennt ausweisen lassen und die benötigten Abschlags- und Schlussrechnungen im Tarif enthalten sind. Sobald ihr regelmäßig Großhandelsmaterial übernehmt, Regieeinsätze abrechnet und Baustellen begleitet, wird Elektrikersoftware interessanter. Sie kann Materialdaten per DATANORM oder IDS und die vor Ort erfassten Stunden zusammenführen. Das spart gerade dort Arbeit, wo sonst Artikel und Arbeitszettel nochmals abgetippt werden. Schlanke Branchenpakete mit Großhandelsanbindung beginnen bei rund 35 Euro monatlich. Ob sie für euch günstig bleiben, zeigt der Blick auf die benötigten Funktionen sowie die Aufpreise und Laufzeiten.

Möchtet ihr neben der Rechnungsstellung auch Einsatzplanung, Zeiterfassung, Lager oder Wartung abdecken, findet ihr die weiteren Funktionen in unserem Vergleich der Elektrikersoftware. Für eine erste Eingrenzung anhand weniger Fragen könnt ihr außerdem unseren Schnell-Check nutzen.